Der geliebte Freund auf vier Pfoten darf mit

24.01.18

In unserem Altenwohn- und Pflegeheim „Haus Anna“ in Eberstein hat man ein Herz für Haustiere. Kürzlich bezog „Onkel Anda“ mit seinem Malteser-Mischling Simba ein Zimmer. Die beiden haben sich bereits gut eingelebt.

Sie sind, was man ein Herz und eine Seele nennt: Andreas Petutschnig, den seine Nichte „Onkel Anda“ ruft, und sein Hund Simba. Der Malteser-Mischling ist seit zwölf Jahren an der Seite des 77-jährigen Ebersteiners, begleitet ihn auf Schritt und Tritt, tröstet das „Herrl“ an seinen schlechten und freut sich mit ihm an seinen guten Tagen. Als Herr Petutschnig vor Kurzem in unser Altenwohn- und Pflegeheim „Haus Anna“ gezogen ist, war klar: Simba, geliebter Freund auf vier Pfoten, kommt mit!

Aufnahmevoraussetzungen

Der Vierbeiner bereichert jetzt auch den Tag vieler anderer BewohnerInnen. Im „Haus Anna“ sind nämlich Haustiere unter gewissen Voraussetzungen herzlich willkommen: „Wenn im gemeinsamen Alltag MitbewohnerInnen nicht gestört werden, hygienische Vorschriften eingehalten werden können und vor allem die Versorgung und artgerechte Haltung des Tieres gewährleistet sind, steht der Aufnahme eines Haustieres nichts im Weg“, erklärt Pflegedienstleiterin Brigitte Gottschamel. Denn es sei belegt, dass Haustiere Männern und Frauen auch bei Depressionen, Einsamkeit oder Krankheit Linderung verschaffen können. Ein Einzug ins Pflegeheim mit Haustier werde im „Haus Anna“ gemeinsam mit dem Tierbesitzer und den Angehörigen vorab gut geplant, so Gottschamel.

Ärztliche Versorgung auch für Simba

Im Fall von Hund Simba war das besonders wichtig, da auch das Tier – wegen einer Herzkrankheit – ärztlich versorgt werden muss. „Die Medikamente bekommt Simba von unserem Pflegepersonal. Das ,Gassi-Gehen´ in unserem wunderschönen großen Garten übernehmen unsere Zivildiener Georg und Sandro gerne, wenn sich das Herrl einmal eine Ruhepause gönnen will,“ sagt die Pflegedienstleiterin. Dass sich Haustiere auf Menschen positiv auswirken, weiß auch Anneliese Spöck als administrative Leiterin des „Haus Anna“. „Viele Menschen vermissen im Alter das Gefühl, gebraucht zu werden. Haustiere, wie Hunde und Katzen, lieben Streicheleinheiten. Und genau die tun dem Gemüt besonders von pflegebedürftigen Menschen gut,“ sagt Spöck. Sowohl Gottschamel als auch Spöck sind der Meinung, dass „Tiere das Leben auf verschiedene Arten bereichern können. Gerade älteren Menschen bedeutet ein Freund auf vier Pfoten oft mehr als man mit Worten beschreiben kann“.

Ein Zimmer für Hund und Herrl

Mischlingsrüde Simba, der langjährige Wegbegleiter von Andreas Petutschnig, teilt sich ein Zimmer mit ihm. „Simba hat seinen Platz im Korb unter dem Tisch. Die beiden fühlen sich im ,Haus Anna´ wohl“, weiß Petutschnigs Nichte Kathrin Schellander von ihren Besuchen. Und: „Der Hund ist immer dort, wo auch Onkel Anda ist.“ – Klarer Fall von zwei Weggefährten, die ein Herz und eine Seele sind.

  • Das Haus Anna steht mittem im Grünen, der Garten des Hauses ist ebenfalls gut zu sehen.

  • Das Haus Anna steht mittem im Grünen, der Garten des Hauses ist ebenfalls gut zu sehen.