Fit für die Herausforderungen der Zukunft

19.03.18

Immer mehr alte, psychisch kranke und pflegebedürftige Menschen haben Betreuungsbedarf: MitarbeiterInnen der stationären Pflege der Caritas Kärnten werden gerontopsychiatrisch geschult.

„Gerontopsychiatrische Schulungen sind der Schlüssel dazu, die Lebensgeschichten unserer BewohnerInnen noch besser zu verstehen. So können wir gezielter auf die Menschen eingehen. Das verbessert deren Lebensqualität und erleichtert auch die Arbeit unseres Personals“, sagt Eva Maria Malle, Bereichsleiterin für stationäre Betreuung und Pflege der Caritas. Die Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit älteren Menschen und ihren psychischen Erkrankungen, vor allem mit jenen, die besonders in der späten Lebensphase auftreten, wie die Demenz.

Durch die demografische und medizinische Entwicklung sei die Zahl der gerontopsychiatrischen BewohnerInnen in den neun Pflegeheimen der Caritas stark im Steigen. Malle will die MitarbeiterInnen ,,adäquat darauf vorbereiten, sie stärken und schulen, um auch zukünftig eine hohe Betreuungsqualität gewährleisten zu können“. Bis Ende 2019 soll die große Mehrheit der 300 Pflegekräfte der Caritas gerontopsychiatrisch geschult sein.

Gregor Steiner, Pflegeassistent im ,,Haus Martha“ in Klagenfurt, hat die Fortbildung bereits besucht und dabei viel Selbsterfahrung gewonnen: ,,Ich habe meine eigenen Grenzen kennengelernt und weiß nun, was ich in sehr fordernden Situationen tun muss, damit ich mich wieder auf die Arbeit selbst konzentriere.“ DGKS Eva Nebel, Spezialistin für Demenz und gerontopsychiatrische Fragen, führt die Schulungen durch. Sie sieht darin Vorteile für die BewohnerInnen, ,,weil ein menschlicher und entwicklungsfördernder Umgang im Vordergrund steht“, und das Personal, ,,weil dieses durch das erworbene Wissen nicht oder nicht so schnell ausbrennt“.