Kreativität rund um Ostern

17.04.18

Von der Palmbuschenweihe über den Osterbasar bis zur Kreuzweg-Prozession: Dass Ostern ein groß gefeiertes Fest in unseren Altenwohn- und Pflegeheimen ist, zeigen die verschiedensten Aktivitäten landauf, landab.

In liebevoller Handarbeit selbstgefertigte Heu-, Holz und Birkenhasen, marmorierte Ostereier und Tontopfküken: Das und mehr boten die zwölf BewohnerInnen unseres Pflegeheimes „Haus Klara“ beim Osterbasar am 10. März 2018 im „Espresso Betlehem“ in Maria Elend an. Die Handarbeiten waren im Nu verkauft. „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner waren mit Freude bei der Sache“, schildern die Fachsozialbetreuerinnen Melanie Fugger und Barbara Knafl. „Sie konnten sich hinstellen, Werbung für ihre Produkte machen und sie dann verkaufen. Das löste ein Gefühl der Selbstständigkeit aus.“

Fugger dankt Caféhausbesitzerin Heidi Drolle für die Verköstigung mit Ostereiern, Marillenkrapfen und Getränken und dafür, dass das „Haus Klara“ seinen Basar im Café abhalten konnte. Dabei kam es auch zu einer herzlichen Begegnung zwischen den Gästen und „AusstellerInnen“. Mit dem Erlös des Osterbasars werden Ausflüge mit den BewohnerInnen finanziert.

Kreuzweg-Prozession mit Firmlingen und BewohnerInnen

Am Samstag vor dem Palmsonntag (24. März 2018) besuchten die Firmlinge aus Eberstein im Rahmen der Firmvorbereitung mit ihren Begleiterinnen Anita Buchleitner und Christine Sunitsch sowie Pfarrer Sergius Duru unser Altenwohn- und Pflegeheim „Haus Anna“. Fachsozialbetreuerin Anna Löschenkohl stellte die Gäste den Bewohnerinnen und Bewohnern vor. „Diese freuen sich immer sehr, wenn junge Menschen auf Besuch und sie mit ihnen ins Gespräch kommen“, weiß Löschenkohl.

Diesmal traf man sich, um bei einer Kreuzweg-Prozession im Garten des Hauses gemeinsam zu beten. Die einzelnen Stationen wurden dafür extra mitgebracht. Auch BewohnerInnen mit Rollstühlen konnten an der Prozession teilnehmen. Danach banden die neun jungen Gäste mit den SeniorInnen Palmbuschen, die am Sonntag bei der Palmweihe gesegnet wurden. Bei einer gemeinsamen Jause fand zwischen den Generationen noch ein reger und netter Austausch statt.

  • Kreuzweg-Prozession mit Firmlingen - "Haus Anna"

  • Kreuzweg-Prozession mit Firmlingen - "Haus Anna"

  • Kreuzweg-Prozession mit Firmlingen - "Haus Anna"

  • Kreuzweg-Prozession mit Firmlingen - "Haus Anna"

  • Osterbasar - "Haus Klara"

  • Osterbasar - "Haus Klara"

  • Osterbasar - "Haus Klara"

Osterbastelei

Im Klagenfurter „Franziskusheim“ ließ sich Jamie Lee Kaltenhauser als Schülerin der Caritas-HLW etwas besonders Nettes einfallen: Gemeinsam mit dem Sozialbetreuungsteam und mit den HausbewohnerInnen bastelte sie Osternester aus Pappe, die – bemalt – wie Osterhasen aussahen. In diese wurden die – mittels Blätterdruck oder Strumpfhosentechnik – gefärbten Ostereier gelegt. Am Karsamstag bekam jede Bewohnerin und jeder Bewohner so ein Nest als Geschenk zur Jause.

Im „Haus Theresia“ in Feldkirchen verzierte Sozialbetreuerin Simone Kozlowski mit den BewohnerInnen Styropor-Ostereier. Zuerst bestrichen die SeniorInnen die Eier, die auf dünnen Holzspießen steckten, mit Acrylfarben. Im noch feuchten Zustand schmückten einige ihre Eier mit Glitzerpulver. Andere verzierten sie tags darauf mit Pailletten, Blumen aus Filz, kleinen Strass-Steinen, Herzen aus Plastik und Stoff sowie viele bunten Bändern.

Auch im „Haus Anna“ in Eberstein waren fleißige Ostergehilfen am Werk, die Ostereier färbten und Osternester befüllten.

Im „Gregorhof“ in Bad Eisenkappel färbten die BewohnerInnen Ostereier, indem sie Farben auf einen angezogenen Einweg-Handschuh tropften, dann das Ei in die Hand nahmen und hin und her drehten. Somit entstand eine schöne Marmorierung. Anschließend wurden die Eier mit Fett zum Glänzen gebracht. Am Ostersonntag in der Früh gab es sie für alle BewohnerInnen zur traditionellen Osterjause.

Palmsegnung

Palmzweige gelten als Osterboten und werden für die „Weihe“ gerne zu attraktiven Buschen gebunden. So tat es auch jeder Bewohner und jede Bewohnerin im „Franziskusheim“ in Klagenfurt. Einige SeniorInnen fanden einen derartigen Spaß daran, dass sie gleich mehrere Palmbuschen „machten“. Diese wurden vor der Palmsonntagsmesse an diejenigen BewohnerInnen verteilt, die keinen eigenen hatten.

Im Klagenfurter „Haus Martha“ waren es Firmlinge, die gemeinsam mit den BewohnerInnen Palmbuschen gebunden haben. Gleich darauf fand in der hauseigenen Kapelle die Segnung mit Pfarrer Johann Staudacher statt.

Auch im „Haus Michael“ in Obervellach wurde mit der Segnung der selbstgebastelten Palmsträußchen die Karwoche begonnen.

Im „Haus Theresia“ in Feldkirchen fanden sich in den selbstgebundenen Palmbuschen selbstgebastelte Ostereier. Die Sträußchen erhielten zum Abschluss Schleifen-Bänder. Pfarrer Reinhold Berger segnete die schönen Büschchen bei der Palmsonntagsmesse in der hauseigenen Kapelle.

Besuch auf dem Ostermarkt

Tatkräftige Unterstützung beim Ausflug auf den Ostermarkt in Klagenfurt bekamen heuer die MitarbeiterInnen des „Franziskusheim“ von den Firmlingen der Pfarren St. Margarethen bei Hörtendorf und Welzenegg. Gemeinsam mit Leiterin und Pastoralassistentin Daniela Joven ging es quer durch die Stadt zum Neuen Platz, wo sich die TeilnehmerInnen gemütlich bei Kaffee und Kuchen austauschten

Einen Spaziergang zum Ostermarkt unternahmen auch die BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des „Haus Martha“. Die AusflüglerInnen konnten dabei verschiedenste Kunstwerke und Handarbeiten bewundern. Eine Pause mit Kaffee und Kuchen durfte selbstverständlich nicht fehlen.

Reindling backen

Was wäre in Kärnten das Osterfest ohne Reindling? So verwandelte sich am Gründonnerstag der große Saal im „Haus Martha“ in Klagenfurt in eine Backstube. Die BewohnerInnen buken fleißig die traditionellen „Guglhupf“ und erzählten sich Geschichten von früher. Dem Duft des Backwerks konnten nicht alle widerstehen, sodass ein Exemplar gleich verkostet wurde. 

Im „Haus Theresia“ in Feldkirchen war beim Reindling Backen Teamwork angesagt. Während Getrude Hafner den Teig anrührte, zerkleinerte Genovefa Burgstaller die Walnüsse. Die Zuarbeiten, wie das Zerlassen der Butter, übernahm das Sozialbetreuungsteam. Frau Hafner bestand darauf, den Teig – wie früher – mit den Händen durchzukneten. Die „Rast-Zeit“ des Teiges nutzten die BäckerInnen, um sich zu unterhalten, Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen. Die fertig gebackenen heißen Reindlinge wurden schließlich mit Eigelb bestrichen.

Musik am Ostersonntag

Am Ostersonntag spielte Sozialbetreuerin Simone Kozlowski im Speisesaal des „Haus Theresia“ in Feldkirchen einige klassische Stücke, wie „Die Moldau“, „Nocturn“ oder „Schwanensee-Thema“ am Keyboard. Dazwischen sang die Gemeinschaft immer wieder Volkslieder. Auch Stimmungslieder waren gefragt, Henriette Mitterer und Betriebshelferin Isolde Bertonzel tanzten sogar dazu.