„Rechtzeitig die Weichen stellen“

09.05.18

Zum Tag der Pflegenden am 12. Mai lud die Caritas zu einem Blick hinter die Kulissen in eines ihrer steiermarkweit 16 Pflegewohnhäuser und informierte dabei über Pflege und Entlastung.

Zum Tag der Pflegenden am Samstag, 12. Mai informierte die Caritas am Dienstag über Angebote für pflegebedürftige Menschen zu Hause und in Pflegewohnhäusern. „Pflege geht uns alle an“, betonte Petra Prattes, Bereichsleiterin Betreuung und Pflege in der Caritas Steiermark. Das Thema sei politisch und gesellschaftlich von großer Aktualität, doch im Privaten beschäftige man sich meist erst damit, wenn man plötzlich mit Pflegebedürftigkeit in der Familie oder im Freundeskreis konfrontiert werde. „Es ist aber ganz wichtig, rechtzeitig die Weichen zu stellen, um die Form von Pflege in die Wege zu leiten, die für die eigene Situation am besten passt“.

Entlastung gegen Überforderung

Über 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in der Steiermark werden zu Hause betreut. Für die Angehörigen sei es oft gleichzeitig ein großer Wunsch, für die hilfsbedürftigen Menschen selbst zu sorgen, doch viele fühlten sich auch überfordert. Es gebe viele Möglichkeiten der Unterstützung, wie mobile Hilfe oder 24-Stunden-Betreuung. Vor allem, wenn Angehörige die Pflege alleine übernehmen, sollten sie gut auf ihre eigenen Bedürfnisse achten, um nicht in Überforderung zu geraten: „Die pflegenden Angehörigen tragen eine große Verantwortung, und es ist wichtig, dass sie Möglichkeiten der Entlastung erhalten und annehmen“, verwies Prattes auf die Angebote in den Pflegewohnhäusern der Caritas.

Information und Austausch

„Unsere Häuser sind offene Häuser“, erklärten Maria Riebenbauer und Anita Freismuth, Leiterinnen der Pflegewohnhäuser Preding und Hitzendorf. „Wir bieten Angehörigen auch Schulungen und Weiterbildung an, damit sie ihren herausfordernden Alltag gut bewältigen können“. Wichtig sei auch, mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. „Wir sind Anlaufstelle für Sorgen und Nöte der Pflegenden und sind jederzeit für Fragen erreichbar“, hielt Riebenbauer fest.

Das eigene Leben weiterführen

Peter Loder-Taucher, Hausleiter im Caritas-Pflegewohnhaus Fernitz, stellte das Grundprinzip des Caritas-Angebotes vor: „Unsere Häuser sind Lebensräume, wir möchten, dass die Menschen hier ihr eigenes Leben weiterführen können – von der eigenen Bettwäsche bis hin zu geliebten Gewohnheiten“. So hat Maria Steinkellner, eine der ersten Bewohnerinnen des vor 10 Jahren eröffneten Hauses, in Fernitz ihren „grünen Daumen“ zum Wohle der ganzen Hausgemeinschaft eingesetzt und betreut die Grünpflanzen auf der großzügigen Galerie. „Das ist meine Aufgabe, und ich fühle mich hier wirklich zu Hause“, erklärte die vitale 86-Jährige, die derzeit auch auf den Plakaten der Caritas-Pflegekampagne in der Steiermark zu sehen ist.

Die Menschen im Vordergrund

Hinter jedem Pflegewohnhaus der Caritas stehen Menschen, die für ein gutes Miteinander und eine qualifizierte und individuelle Betreuung mit Herz stehen. Unter folgendem Link können Sie einige davon kennenlernen: Die Menschen im Vordergund

 

Allgemeine Information zum Caritas-Angebot rund um das Thema Pflege: www.caritas-pflege.at/steiermark

 

Fotos (honorarfrei, Credit: Caritas)

1)    Maria Steinkellner in ihrem Zimmer in Fernitz

2)    Die Caritas-Hausleiterinnen Maria Riebenbauer und Anita Freismuth mit Bewohnerin Maria Steinkellner sowie Bereichsleiterin Petra Prattes und Hausleiter Peter Loder-Taucher