Glückliches Altern ermöglichen

14.08.18

Die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) der Caritas bringt den Studierenden an sechs Standorten in Kärnten berufsbegleitend den liebevollen Umgang mit alten und/oder behinderten Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit bei. Neue Ausbildung für Altenarbeit und Behindertenbegleitung startet im September.

Die Lebenserwartung steigt, die Menschen werden immer älter und die Großfamilie, die sich um Oma und Opa an ihrem Lebensabend oder um beeinträchtigte Familienmitglieder kümmert, gibt es kaum mehr. Eine Ausbildung im Bereich Pflegeassistenz und Fachsozialbetreuung in der Altenbetreuung und Behindertenbegleitung ist damit fast Garant für einen Arbeitsplatz. Die Caritas bietet diese an sechs Standorten in Kärnten an.

Silvia Pichler (32) aus Bad St. Leonhard absolviert eine solche berufsbegleitend im Bereich Pflegeassistenz und Fachsozialbetreuung in St. Andrä. „Wir lernen nicht nur, wie man Leute wäscht und satt macht, sondern wie man den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit liebevoll betreut.“ Pichler arbeitet seit Jahren als Heimhilfe. – „Mit Herzblut“, wie die Mutter von zwei Kindern (11 und acht Jahre) sagt. Sie kann sich keinen besseren Beruf als jenen in der Betreuung und Pflege alter Menschen vorstellen, „weil ich ihnen ein glückliches Altern ermöglichen kann und ich mit ihrer Freude und Dankbarkeit so viel zurückbekomme“.      

Marion Kilzer-Ruppnig (43) hat in Klagenfurt diesen Juni die Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin in der Behindertenbegleitung abgeschlossen. „Die SOB ist eine Lebensschule. Ich habe neben den fachlichen Kompetenzen auch viel für meine persönliche Entwicklung mitgenommen“, sagt die Mutter eines 16 Jahre alten Sohnes. Die gelernte Floristin mit Meisterprüfung arbeitet seit 2005 in der Gärtnerei der „Lebensgemeinschaft Wurzerhof“, einer Wohn- und Beschäftigungsstätte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.  Kilzer-Ruppnig liebt ihren Beruf, „weil es mir große Freude macht, mit Menschen zu arbeiten und nebenbei biologisch-dynamisches Gemüse anzubauen“.

Der Bedarf an qualifizierten Fach- und Arbeitskräften für die Arbeit mit alten, pflegebedürftigen und beeinträchtigten Menschen werde immer größer, sagt SOB-Direktor Wilfried Hude. 34.300 werden österreichweit bis zum Jahr 2022 gesucht. Hude: „Wer sich zukunftsträchtig aus-  oder weiterbilden möchte, sollte jetzt damit beginnen.“ Mit Schulbeginn im September starten wieder berufsbegleitende Ausbildungen am Abend im Bereich Pflegeassistenz und Fachsozialbetreuung in der Altenarbeit in Klagenfurt, Villach, Drauhofen, Hermagor, Althofen und St. Andrä im Lavanttal sowie Behindertenbegleitung in Klagenfurt und Villach.

Informationstermin: Freitag, 24. August 2018, 18 Uhr, Haus Martha, Viktringer Ring 34, 9020 Klagenfurt

Damit es mit der Schulaufnahme klappt

Mit Schulbeginn startet an der SOB Klagenfurt auch ein zwei Semester dauernder Ergänzungs- und Vorbereitungslehrgang in der Abend- und Tagesform für Menschen, die grundsätzlich für einen Sozialbetreuungsberuf geeignet sind, aber die Aufnahmevoraussetzungen (noch) nicht erfüllen. Hude: ,,Großteils handelt es sich dabei um Personen mit nichtdeutscher Muttersprache und um Schulabbrecher wie Jugendliche, die ihre Ausbildungspflicht noch nicht erfüllt haben und berufliche Orientierung suchen.“    

Konflikt- und Krisenberatung

Mit dem Schuljahr 2018/19 beginnt ein neuer siebensemestriger Ausbildungslehrgang an der Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung in Klagenfurt. Er vermittelt die Fähigkeit, Einzelpersonen, Paare und Familien bei Lebensproblemen und in Konflikt- und Krisensituationen zu beraten und zu begleiten beziehungsweise allgemein ein zielgerichtetes Beratungsgespräch zu führen. Diese Ausbildung, die freitags und samstags stattfindet, deckt die Inhalte der Ausbildung zum/zur „Lebens- und SozialberaterIn“ ab.

Alle Infos: www.sobs.at, Telefon 0463/51 14 04.

  • Kreativität spielt in der Ausbildung eine wichtige Rolle. © Caritas

    Kreativität spielt in der Ausbildung eine wichtige Rolle. © Caritas

  • Marion Kilzer-Ruppnig © Caritas

    Marion Kilzer-Ruppnig © Caritas

  • Silvia Pichler beim Fachsozialprojekt © Caritas

    Silvia Pichler beim Fachsozialprojekt © Caritas