Meine Tante verweigert das Duschen. Ich bin ratlos!

Überdenken Sie einmal, ob es für Ihre Angehörige wirklich notwendig ist, täglich zu duschen. Viele Menschen haben Angst vor Wasser, beginnen Sie daher erst einmal mit einem feuchten Waschlappen beim Waschbecken und versuchen Sie dann jeden Tag einen Schritt mehr. Stellen Sie einen Duschsessel in die Dusche. Lassen Sie sie die Dusche zumindest „mithalten“ und den Wasserfluss mitbestimmen, damit sie sich nicht erschreckt. Überlegen Sie, ob Ihre Angehörige lieber in der Badewanne liegt, einen Lieblingsduft oder Lieblingsbadezusatz hat.
Versuchen Sie es mit Lieblingsmusik zur Entspannung und guten Laune. Falls Ihre Angehörige lieber von einem anderen Familienmitglied oder Menschen geduscht werden möchte, berücksichtigen Sie diesen Wunsch. Legen Sie gemeinsam fest, wann geduscht wird. Sollte Ihre Angehörige in der Früh nicht duschen wollen, versuchen Sie es einfach später noch einmal. 

Dieser Tipp stammt von:
Frau Angelika Punzet, FSB-A bei den Mobilen Pflegediensten der Caritas Oberösterreich, Team Mondsee
Caritas St.Pölten & NÖ West – Kompetenzstelle Demenz
Frau DGKP Eva-Maria Sachs-Ortner – Caritas Kärnten – Fachstelle mobile Demenzberatung

 

Disclaimer: Die Caritas arbeitet jeden Tag mit tausenden Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sowie mit vielen Angehörigen, die sie im Alltag unterstützen. Die Tipps sind aus unserer täglichen Erfahrung gesammelt. Sie sind nicht in jeder Phase einer demenziellen Erkrankung gleich gut anwendbar und ersetzen nicht die ärztliche Untersuchung oder die Unterstützung durch professionelle Beratung oder Hilfe.

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