Ich betreue einen Angehörigen, der an Demenz erkrankt ist und er hortet in seinem Zimmer Essen. Es kommen schon die Motten und ich weiß nicht, was ich tun soll.

Das Horten von Nahrung ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch sich unsicher fühlt und diese Unsicherheit zu bewältigen versucht – je größer das Gefühl der Unsicherheit, desto mehr wird „zusammengerafft“ (der Besitz von Nahrung vermittelt Sicherheit). Die Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte fördert das Verstehen und erhöht die Toleranz. Früher wurde z.B. 1x im Monat eine „Monatsfassung“ an Lebensmittel eingekauft. Lebensmittel wurden eingelagert.
Überlegen Sie, was löst derzeit konkret große Unsicherheit aus? Lassen Sie ein kleines Vorratslager bestehen und sprechen Sie Anerkennung über das aus, was vorhanden ist. Leicht verderbliche Speisen können Sie über ein „Tauschgeschäft“ austauschen/ersetzen.

Dieser Tipp stammt von Frau DGKP Frau Eva-Maria Sachs-Ortner
Caritas Kärnten – Fachstelle mobile Demenzberatung

 

Disclaimer: Die Caritas arbeitet jeden Tag mit tausenden Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sowie mit vielen Angehörigen, die sie im Alltag unterstützen. Die Tipps sind aus unserer täglichen Erfahrung gesammelt. Sie sind nicht in jeder Phase einer demenziellen Erkrankung gleich gut anwendbar und ersetzen nicht die ärztliche Untersuchung oder die Unterstützung durch professionelle Beratung oder Hilfe.

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