Mein Partner möchte nicht täglich duschen. Was kann ich tun?

Überdenken Sie einmal, ob es für Ihren Angehörigen wirklich notwendig ist, täglich zu duschen. Viele Menschen schämen sich, haben Angst vor Wasser, beginnen Sie daher erst einmal mit einem feuchten Waschlappen beim Waschbecken und versuchen Sie dann jeden Tag einen Schritt mehr. Stellen Sie einen Duschsessel in die Dusche. Lassen Sie ihn die Dusche zumindest „mithalten“ und den Wasserfluss mitbestimmen, damit er sich nicht erschreckt. Überlegen Sie, ob Ihr Angehöriger lieber in der Badewanne liegt, einen Lieblingsduft oder Lieblingsbadezusatz hat.
Versuchen Sie es mit Lieblingsmusik zur Entspannung und guten Laune. Falls Ihr Angehöriger lieber von einem anderen Familienmitglied oder Menschen geduscht werden möchte, berücksichtigen Sie diesen Wunsch. Legen Sie gemeinsam fest, wann geduscht wird. Sollte Ihr Angehöriger in der Früh nicht duschen wollen, versuchen Sie es einfach später noch einmal.

Dieser Tipp stammt von Frau Claudia Rathmanner
Gut zu wissen: Caritas Wien – Notruftelefon

 

Disclaimer: Die Caritas arbeitet jeden Tag mit tausenden Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sowie mit vielen Angehörigen, die sie im Alltag unterstützen. Die Tipps sind aus unserer täglichen Erfahrung gesammelt. Sie sind nicht in jeder Phase einer demenziellen Erkrankung gleich gut anwendbar und ersetzen nicht die ärztliche Untersuchung oder die Unterstützung durch professionelle Beratung oder Hilfe.

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