Seelsorge in unseren Häusern

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und eine Pflegekraft neben ihm und legt ihm die Hand um die Schulter, beide sehen auf den Altar der hauseigenen Kapelle.

© Daniel Gollner

Was unterscheidet uns von anderen sozialen Organisationen? Auch in anderen sozialen Betrieben kümmern sich Mitarbeiter*innen darum, dass es den Menschen gut geht, dass sie mit dem Notwendigen versorgt werden. Doch um einen Menschen ganzheitlich versorgen zu können, braucht es nicht nur die Sorge um den Leib, es braucht auch die Belebung der Seele.

Aus unserem Ursprung – der katholischen Kirche – wissen wir, dass die Seele die Mitte des Menschen ist, aus der das Leben strömt und die uns atmen lässt. Jeder Atemzug wird uns von unserem Schöpfer selbst geschenkt. Er ist es, der uns im Innersten belebt und liebt. Die Seele ist also der Ort, wo Gott mit dem Menschen verbunden ist.

So besitzt auch jedes unserer Pflegewohnhäuser eine hauseigene Kapelle um Raum für diese spirituellen Bedürfnisse unserer Bewohner*innen zu haben.

Eine Heilige Messe wird mit Pfarrer und Bewohner*innen des Pflegewohnhaus Haus Martha in Klagenfurt in der hauseigenen Kapelle gefeiert.

Aufatmen für die Seele

Um Bewohner*innen eine ganzheitliche Zuwendung zu bieten, sind vor allem Gottesdienste, die Spendung der Krankensalbung und Gebete eine wesentliche Ergänzung in der Pflege.

© Daniel Gollner

Der Glaube als Stärkung im Alltag

Religiöse Feiern wie Gebete und Gottesdienste oder einfach nur das Erinnern an Traditionen der Kirche können wie ein Jungbrunnen wirken. Auch wenn der Verstand nicht mehr alles mitbekommt, so ist die Seele durch jahrelanges Kirche gehen und Gebete geschult. Sie kann das Religiöse aufnehmen und mit Gott in Beziehung treten, auch wenn man von außen nichts dergleichen sieht. Zudem liegt etwas Vertrautes in den Ritualen. Das gibt Sicherheit und spendet Kraft für den Alltag.

Gebete im Alltag & Feste im Jahreskreis

Ein schönes Ritual ist etwa das Gebet vor dem Essen oder zu Festtagen. Wir schätzen die Vielfalt in unseren Häusern und beten mit den Bewohner*innen gemeinsam Gebete, die sie von ihrer Kindheit oder der Familie kennen.

Feste im christlichen Jahreskreis sind fixe Bestandteile unseres Alltags. Die Sozialbetreuung geht in ihrer Tätigkeit genauso auf diese ein, wie die regelmäßig stattfindenden Gottesdienste. Wir feiern gemeinsam und mit alten Traditionen, die fest in den Erinnerungen unserer Bewohner*innen verankert sind.

Atmosphäre

Menschen im hohen Alter können vielleicht nicht mehr gut sehen, hören oder auch nicht mehr begreifen, welche Worte gesprochen werden. Umso wichtiger ist es uns, eine gute Atmosphäre zu schaffen, in die der*die Bewohner*in eintauchen kann. Für das Abhalten einer spirituellen Feier setzen wir deshalb auf innere Ruhe und spirituelle Gestimmtheit.

Gebet und Salbung am Sterbebett

Ein wesentlicher Ort für das Gebet ist das Sterbebett. Wenn der sterbende Mensch und/oder die Angehörigen ein Gebet zur Begleitung möchten sind unsere Seelsorger*innen da.

Auch die Krankensalbung, das Beten von Psalmen sowie des Rosenkranzes können zu einer Erleichterung und Beruhigung des Sterbenden und/oder der Angehörigen führen.