Ein kleines Kind steht an einem Fenster und wird von einer Frau gestützt

Familienhilfe Tirol

Die Tiroler interkommunale/n Familienhelfer*innen der Caritas Salzburg unterstützen Familien in der Region Kitzbüheler Alpen in Akutsituationen – zum Beispiel dann, wenn eine erziehungsberechtigte Person ausfällt oder eine Betreuungsperson überlastet ist. In solchen schwierigen Situationen helfen sie Familien dabei, den Alltag in ihrem Zuhause aufrecht zu erhalten und für die Erstversorgung der Familie zu sorgen. Sinn der Familienhilfe Tirol ist eine kurzfristige Unterstützung, um das Familiensystem in der vertrauten Umgebung zu erhalten und um Krisen- und Notsituationen zu überbrücken.

Familienhelfer*innen unterstützen die Klient*innen durch praktische Hilfe, sie entlasten Familien im Alltag, begleiten und unterstützen emotional und können bei Bedarf mit Informationen und Fachwissen weiterhelfen. Das Ziel der Familienhilfe ist die Stabilisierung des Familienlebens und das Funktionieren des Familiensystems mit aufrecht zu erhalten. Dafür suchen die Familienhelfer*innen gemeinsam mit den Familienmitgliedern nach (neuen/ anderen) Strategien, Lösungen und gegebenenfalls weiteren Versorgungsstrukturen. Mit diesen Hilfen sollen Familien ihren Alltag wieder selbst bewältigen können.

Die Familienhilfe Tirol ist in der Region Kitzbüheler Alpen im Einsatz. 
Konkret in den Gemeinden: Alpbach, Angath, Angerberg, Bad Häring, Brandenberg, Breitenbach am Inn, Brixen im Thale, Brixlegg, Ellmau, Going am Wilden Kaiser, Hopfgarten im Brixental, Itter, Kirchberg in Tirol, Kirchbichl, Kramsach, Kundl, Mariastein, Münster, Radfeld, Rattenberg, Reith im Alpbachtal, Scheffau, Söll, Westendorf, Wildschönau, Wörgl.

Einsatzgebiete der Familienhilfe

In folgenden plötzlich und unerwartet eintretenden Situationen kann ein/e Familienhelfer*in zu einer Familie geschickt werden:

  • bei unerwartetem Ausfall der Betreuungsperson durch Krankheit, Operation oder Reha/Kur-Aufenthalt
  • Wenn ein Kind plötzlich von einem Elternteil ins Krankenhaus begleitet werden muss und ein Geschwisterkind zu betreuen ist
  • bei einer vorübergehenden physischen, psychischen oder anderen Erkrankung bzw. Überlastung einer Betreuungsperson
  • bei Problemen vor und nach einer Geburt (in Absprache mit anderen Helfernetzen)
  • wenn es durch den Verlust eines Elternteils oder nach einer Trennung oder Scheidung zu Krisensituationen in einer Familie kommt

Die Familienhilfe entlastet und unterstützt in akuten Notsituationen durch:

  • Betreuung und Versorgung der Kinder (Freizeitgestaltung, Spielen, Abholen aus Betreuungseinrichtungen, Beaufsichtigen der Hausaufgaben, Zubereitung von Mahlzeiten, Füttern und Wickeln bei Kleinkindern)
  • Aufrechterhaltung des familiären Umfelds (einkaufen, kochen, staubsaugen etc. bestmöglich mit den Kindern) im Rahmen des Erziehungsauftrags
  • Begleitung zu Arztbesuchen oder Behörden
  • Informieren der Familie über weiterführende und ergänzende Angebote und Planung der Zeit nach Beendigung der Familienhilfe.
  • Krankenpflege und Medikamentenverabreichung
  • Begleitung und Betreuung von Kindern mit Behinderung und Pflegestufen
  • Haustierversorgung
  • Großputz, Gartenarbeit, Stallarbeit
  • Haushaltstätigkeiten die nicht im Zusammenhang mit dem Erziehungsauftrag stehen

FAQ: Häufige Fragen & Antworten

Die Familienhilfe richtet sich an Familien mit betreuungspflichtigen Kindern. Die betreuenden Personen können Mutter, Vater, aber auch Großeltern oder Pflegeeltern sein. Bei Krankheit, Kuraufenthalten, Operationen oder psychischer Überlastung sowie Risikoschwangerschaft (Mehrlingsgeburt) kann die Familienhilfe einspringen und sie zu Hause unterstützen.

Familienhilfe entlastet und unterstützt Familien in heraufordernden Lebenssituationen im eigenen Zuhause: So soll die Aufrechterhaltung des Familiensystems gewährleistet werden. Diese Überbrückungszeit kann von der Familienhelfer*in und der Familie gegebenenfalls genutzt werden, um neue Strukturen zu erarbeiten, um so eine Stabilität in einer neuen Alltagsgegebenheit zu ermöglichen.

Die Familienhilfe hilft betroffenen Familien, wieder Vertrauen in die eigene Stärke und Selbstständigkeit zu finden.

Die Kosten für die Betreuung sind sozial gestaffelt und werden je nach Einkommenssituation individuell berechnet. Wir machen gerne eine Vorausberechnung für Ihren Eigenkostenanteil. Die Hauptkosten der Unterstützung trägt der Fördergeber der Familienhilfe Tirol, LEADER Projekt Regio Kitzalp.

Ja, wenn kein Bedarf mehr besteht, teilen Sie es uns telefonisch mit.

Generell hängt das von Ihrem Bedarf ab. Wir bemühen uns, eine gute Lösung abhängig von den Ressourcen zu finden.

Die Einsatzdauer richtet sich nach Ihrem Bedarf und beträgt in der Regel 4 bis max. 8 Wochen. Die Einsatzdauer pro Tag beträgt mindestens 3 Stunden. Details hängen von Ihrem Bedarf ab, den wir gerne mit Ihnen persönlich klären.

Ja, wir arbeiten mit verschiedenen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in der Region zusammen und stimmen uns im Bedarfsfall auch ab.

Infos zum Download werden laufend ergänzt

Sie haben noch Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Die Familienhilfe Tirol wird finanziell unterstützt von Bund, Land und Europäischer Union