Bewohner*innen sitzen zusammen und halten selbst gebundene Palmbuschen in den Händen.

Haus Anna in Eberstein © Caritas

Ostern kann kommen

Als christliche Pflegewohnhäuser liegt uns Ostern sehr am Herzen: Gemäß dem kirchlichen Jahreskreis haben wir auch heuer wieder landauf, landab altes Brauchtum zum Leben erweckt und uns mit schönen Traditionen auf den Höhepunkt des höchsten christlichen Festes – die Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seinem Tod am Kreuz – zubewegt. 

Palmbuschen mit farbigen Bändern und Brezeln

Schon in den Tagen vor dem Palmsonntag wurden in unserem Haus Franziskus in Klagenfurt, in unserem Haus Suavitas in Friesach, in unserem Haus Anna in Eberstein und in unserem Haus Elisabeth in St. Andrä im Lavanttal mit großer Fingerfertigkeit Palmbuschen gebunden. Die Handarbeit war eine große Freude und zugleich ein schönes Erinnern an das „Gestern“, als unsere Bewohner*innen diese noch im Kreise ihrer Familien fertigten. Das Haus Franziskus lud am 23. März zur jährlichen „Bindeaktion“. Im Festsaal wurden die Palmzweige, Thujen und Wacholderzweige für zehn Bewohnerinnen und Bewohner vorbereitet, um daraus dann gemeinsam schöne Palmbesen mit farbigen Bändern, kleinen Eier-Aufhängern und Brezeln zu „zaubern“. Entstanden sind 70 Stück für das ganze Haus in nicht ganz 90 Minuten. Am 25. März folgte dann die Palmsegnung in der hauseigenen „Festsaal-Kapelle“ durch Pfarrer Ewald Randl und die Verteilung an die teilnehmenden und nichtteilnehmenden Bewohner*innen sowie an Mitarbeitende, die sich bei der „Bind-Aktion“ ebenfalls engagiert hatten. Im Haus Suavitas indes wurden die aus Palmzweigen, Buchsbaum und Wacholder selbstgebundenen Palmbuschen am Palmsonntag feierlich von Pater Miroslav gesegnet.

Am Osterbasar tummelten sich Heuhühner und -hasen

Im Haus Suavitas in den Burgenstadt Friesach war in der Zeit vor Ostern mit Fachsozialbetreuerin Edeltraud „Traudi“ Wiespichler und der Freiwilligen Martina Winter auch fleißiges Backen und Werken angesagt. Kein Wunder, lud man doch am 27. März Bewohner*innen, Angehörige, Besucher*innen und Mitarbeitende zu einem Osterbasar in die Aula, bei der die wunderschönen Handarbeiten, wie gehäkelte Ostereier, Heuhühner und -hasen, Türkränze und Palmbuschen begeisterte Abnehmer*innen fanden. Auch das köstliche Naschwerk – Torten, Schoko-Kuchen und Muffins –, das mit den Bewohner*innen gebacken wurde, ging an diesem Nachmittag der gemeinsamen, gemütlichen Plauderei im Nu weg. 

Eine Kreuzwegandacht mit Trost-Faktor

Im Gemeinschaftsraum der Kapelle des Haus Suavitas haben unsere Bewohner*innen mit  den zwei Freiwilligen Evelyne Sutterlüty und Pastoralassistentin Gerti Kuess Kreuzwegandacht gehalten und zu allen 14 „Bild-Stationen“ gebetet. Teilnehmende erzählen, dass sie in Gebet und Meditation Trost gefunden und das eigene Leid reflektiert haben.

Beim Ostergottesdienst traf sich Alt und Jung

Am Nachmittag des 26. März, also noch vor Beginn der Osterferien trafen sich die Bewohner*innen unseres Haus Anna und die Ebersteiner Volksschüler*innen zum Ostergottesdienst im Festsaal unseres Hauses. Die Kinder haben die Fürbitten aufgesagt und in Begleitung der Lehrkräfte mit Gitarre und Keyboard Lieder gesungen. Zudem überraschten die Volksschüler*innen unsere Bewohner*innen mit selbstgebastelten Ostereiern. 

Beim Eierfärben über den „richtigen Weihkorb“ geredet

Apropos Eier: Jede Menge wurde mit unseren Bewohner*innen in unserem Haus Anna in Eberstein, in unserem Haus Suavitas in Friesach, in unserem Haus Theresia in Feldkirchen, in unserem Haus Elisabeth in St. Andrä im Lavanttal und in unserem Haus Franziskus in Klagenfurt gefärbt. Im Haus Franziskus konnten sich die fünf teilnehmenden Frauen, die von Haustechniker Frederic tatkräftig unterstützt wurden, entweder für die Farbe Rot, Blau, Grün oder Violett entscheiden. Sie haben mit großem Eifer in nur 30 Minuten 66 Ostereier gefärbt und sie für den herrlichen Glanz mit Sonnenblumenöl eingefettet. Anschließend sprachen sie darüber, wie man früher das Osterfest feierte, wie der „Weihkorb“ auszusehen habe und welche Gerichte es schlussendlich am Karsamstag zum Essen gab.  „Es hat großen Spaß gemacht. Ein netter Nachmittag war es“, befanden die Teilnehmer*innen – ein freiwilliger Helfer, Frau Dubsky, Maria Nadoba, Fachsozialbetreuerin Sandra, Frau Furtunat, Frau Gruber und Frau Maierhofer – über das Ostereierfärben in unserem Haus Theresia. Die Eier wurden gekocht in Farbe getaucht und mit Speiseöl eingefettet. Erinnerungen an früher tauchten auf, gleichzeitig trainierten die Bewohner*innen ihre Fingerfertigkeit.

Segen für Osterspeisen und Bewohner*innen

Kein Ostern ohne Speisensegnung: In unserem Haus Suavitas in Friesach nahm diese Pater Miroslav vor. In unserem Haus Franziskus in Klagenfurt hat Hochwürden in Ruhe, Pfarrer Rauter, wie in den Vorjahren die kleine entsprechende Messe geleitet. Unterstützung erhielt er von Messdiener Hubert und Haustechniker Frederic. Aufgrund der Bauarbeiten am Haus fand die Speisensegnung anders als in den Vorjahren im Festsaal bzw. in der Hauskapelle statt. Neben Osterschinken, Krennwurzen, Selchwurst, Salami, Schwarzbrot, Osterlämmer und Osternester erhielten auch die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende, Angehörige und Bekannte des Hauses, die mit privaten Weihkörben gekommen waren, den Segen.

Ostern als wichtiges Fest im Kirchenjahr

Marie-Louise Ramaj, Pflegedienst- und Hausleiterin in unserem Haus Elisabeth in St. Andrä im Lavanttal, erzählt: „Auch unsere Bewohner*innen freuen sich schon auf das Osterfest. Gemeinsam pflegen wir Bräuche, wie das Binden der Palmbuschen, das ja im Lavanttal große Tradition hat, das gemeinsame Backen von Osterreindlingen und Osterzöpfen und natürlich das traditionelle Färben der Ostereier. Mit viel Freude nehmen viele Bewohner*innen an den Aktivitäten teil. Die Freude ist an ihren Gesichtern abzulesen. Für uns ist das Osterfest ein wichtiges im Kirchenjahr, feiern wir doch die Auferstehung Jesu Christi.“